Tipps von: Nathalie Dorff, Social Media Strategin

Die Sicherheit auf Social Media wird leider sehr oft vernachlässigt, daher war es mir ein Anliegen 3 Tipps dafür zu geben, wie man seine Accounts besser sichert und wie man mit seinen Daten umgehen sollte. Der Anlass zu diesem Blogartikel war übrigens ein Vorfall von Anfang Mai: Der Instagram Account des Konzerns „Mercedes Benz“ wurde gehackt und über mehrere Stunden in Beschlag genommen. Was in dieser Zeit passierte war, dass die Hacker eigene Bilder veröffentlichten, die überhaupt nichts mit dem Unternehmen zu tun hatten, und die Follower zum Interagieren mit den eigenen Accounts anregten, um die Reichweite zu erhöhen. Das Gefährliche für ein Unternehmen ist dabei: Die eigene Marke wird nachhaltig beschädigt. Im schlimmsten Fall werden alle Social Media Aktivitäten einfach gelöscht, die ganzen Bemühungen im Bereich Community Management, oder die Konkurrenz wird auf dem eigenen Account gepusht. Die Auswirkungen sind fatal, selbst bei kleinen Unternehmen. Vermutlich denkst du dir, „ach, mir wird das schon nicht passieren“ – aber tatsächlich kommen gehackte Social Media Accounts öfter vor, als man denkt. Und dann hat man den Salat und darf enorm viel Zeit, Geld und Arbeit hineinstecken, um das wieder gerade zu bügeln. Ich finde das unnötig und habe daher 3 sehr einfache und kostenfreie Tipps zusammengestellt, mit denen du deine Social Media Accounts sicherer machen kannst, sodass du nachts ruhiger schlafen kannst.

Tipp 1: Benutze sichere Passwörter und niemals dasselbe für mehr Sicherheit auf deinen Social Media Accounts

Klar, du weißt sicherlich, dass dein Passwort nicht unbedingt „Instagram123“ lauten sollte. Tatsächlich aber verwenden viele auf ihren Social Media Accounts sehr leicht zu knackende Passwörter, das sehe ich auch immer wieder an meinen Kunden. Das Erste, das ich ihnen immer rate, wenn ich den Social Media Account Check vorgenommen habe, ist: „Sichern Sie Ihren Account mit einem Passwort, das Sie sich nicht einmal selbst merken können – eine Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen Kombination, auf die nicht einmal ein Roboter kommt.“ Ich werde dann immer gefragt, wie man sich das dann merkt zum Einloggen. Aber keine Sorge, es gibt mittlerweile auf dem Handy oder Laptop Programme, die wie ein virtueller Schlüssel funktionieren. Ein Programm, das deine Passwörter zum Einloggen speichert, sodass du damit ganz einfach in deinen Account kommst. Dieses Schlüsselprogramm sollte dann aber natürlich ein schweres (!) Passwort haben, das du dir merken kannst – denn hier musst dich natürlich einloggen. Verwende zudem unbedingt unterschiedliche Passwörter für deine verschiedenen Social Media Accounts, und nicht für Instagram, Twitter und Pinterest dasselbe Passwort.

Tipp 2: Verwende die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentisierung auf Social Media

Wirklich wenige nutzen diese Möglichkeit, ich vermute mal es wird als umständlich wahrgenommen, aber es hilft bei der Sicherung seiner Social Media Accounts. Die Zwei-Faktor-Authentisierung bedeutet, dass man zunächst ein starkes Passwort hat (= Faktor 1), das man schwer knacken kann (siehe Tipp 1), und dass man eine zusätzliche Authentisierung nutzt, wie z.B. eine App mit einem Sicherheitstoken bestehend aus einer Zahlenkombination/einem Code (= Faktor 2). So wird es doppelt schwer für den Hacker, deinen Social Media Account zu knacken, vor allem weil sich diese Zahlenkombination alle paar Sekunden ändert.

Tipp 3: Mach dich mit den AGB’s und den Datenschutzbestimmungen vertraut

Ja, ich weiß: Sich die AGB’s und vor allem ellenlange Datenschutzbestimmungen durchzulesen kostet Zeit und ist umständlich. Ich empfehle dir aber, das zumindest 1x zu machen, um über deine Rechten und Pflichten auf dem jeweiligen Social Media Portal Bescheid zu wissen. Bedenke, dass die meisten sozialen Netzwerke von Unternehmen aus der Wirtschaft betrieben werden, die ja auch ihr Geld verdienen müssen, und das machen sie häufig über Werbung. Das Unternehmen Facebook, zu dem auch Instagram und Whatsapp mittlerweile gehören, stand dabei schon häufig in der Kritik, nicht besonders gewissenhaft mit den Daten ihrer Nutzer umzugehen. Wenn du dir die AGB’s der jeweiligen Social Media Plattform, auf der du aktiv bist, mal durchliest, so wirst du wissen, wie mit deinen Daten umgegangen wird und wie sie weitergegeben werden. Ein wichtiger Hinweis: Einige soziale Netzwerke lassen sich die Nutzungsrechte an deinen veröffentlichten Bildern, Videos & Co. automatisch geben. Das bleibt manchmal sogar bestehen, selbst wenn dein Account längst gelöscht wurde, weil du das soziale Netzwerk nicht mehr nutzt.

In meiner kostenlosen Strategie-Kickstart-Challenge zeige ich dir übrigens, welche fatalen Fehler du auf keinen Fall machen solltest, wenn du mit deinem Business auf Social Media aktiv bist. Außerdem erkläre ich dir in dieser Videoserie meine bewährte SMS-Methode, mit der du Schritt für Schritt deine Social Media Strategie selbstständig ausarbeiten kannst und zwar strukturiert, strategisch und erfolgversprechend. Melde dich jetzt über das Formular kostenfrei an und sei dabei!

Im Überblick: 3 Tipps für mehr Sicherheit auf Social Media

  • Tipp 1: Benutze sichere Passwörter und niemals dasselbe
  • Tipp 2: Verwende die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentisierung
  • Tipp 3: Mach dich mit den AGB’s und den Datenschutzbestimmungen vertraut

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